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Noch immer verschwinden Schiffe

Autor: WERBUNG am 16.04.2018

Schiff

Die Meere sind riesig. Und nach wie vor Verschwinden schiffe in beträchtlicher Zahl. Die Yachten Cheeki Rafiki, Niña, Munetra, Tenacious sind nur einige der bekannteren Namen auf einer Liste von verlorenen oder gekenterten Schiffen, die jedes Jahr um Hunderte Einträge anwächst. Denn entgegen dem was die Allgemeinheit glaubt, ist der Seemannstod auf dem Meer keine Seltenheit.

Foto: pixabay.com / thommas68

Und Spurensuche ist gemessen am Territorium extrem schwierig. Doch es brauchte erst das Verschwinden des Fluges MH370, der mittlerweile ohne Überlebende und als verloren gilt, um zu zeigen, wie schwierig es sein kann, etwas im offenen Ozean zu finden. Je länger die Suche weiterging, umso mehr wuchs die Ungläubigkeit: Wie kann man im 21. Jahrhundert ein 64 Meter langes Flugzeug, mit allen modernen Kommunikationsmitteln, verlieren?


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Ein Blick aus der Vogelperspektive
Satelliten bieten den für die Überwachung großer Meeresgebiete notwendigen Blickwinkel. Unabhängig vom Wetter können moderne Satelliten hochwertige Bilder mit einer hohen Auflösung auf bis zu einem Meter liefern. Aber die relativ kleine Anzahl von solchen Raumfahrzeugen, die mit den besten Kameras ausgerüstet sind, und der Umstand, dass sie auf Tageslicht angewiesen sind, um maximal wirkungsvoll zu sein, zeigen klare Grenzen auf. Um eine umfassende Überwachung auf See zu ermöglichen, müssen verschiedene Arten der Bildgebung, einschließlich Radar- und fotografische Bilder, in einer für den Menschen verwertbaren Dimension Resultate erzeugen. Und das in einem potenziell schwierigen maritimen Umfeld.


Die zwei Hauptanforderungen für eine effektive Überwachung sind eine hohe räumliche Auflösung und ein großes Sichtfeld. Leider bringen nicht viele Satelliten beide Qualitäten unter einen Hut. So gibt es Satelliten, die in der Lage sind, selbst kleinste Schiffe zu erkennen. Jedoch ist ihr Blickfeld entsprechend klein. Es ist so quasi unmöglich, dass ein relevanter Suchbereich rasch erfasst wird, was die Suchvorgänge extrem verlangsamt.


Ein Hoffnungsschimmer
Allerdings verbessert sich die Situation. Die Anzahl hochauflösender Satelliten wächst rasant. Und während die Abbildungsvorrichtung jedes Satelliten eine Bildspur erzeugt, die nach wie vor “nur“ 10-100 km breit ist, werden diese jedoch immer schneller, effizienter und zahlreicher. Mit Umlaufzeiten von rund 90 Minuten schafft ein solcher Satellit täglich rund 16 Touren über der Tageslichthemisphäre. Die kombinierte Bildgebung aller Scan-Vorgänge trägt nun wesentlich zu einer zunehmend flächendeckenden Abbildung bei.


Bilder, die bei Such- und Rettungsoperationen verwendet werden, werden normalerweise erst nach dem Verlust des anschließenden Suchziels aufgenommen. Im Fall der Niña, die vor der Küste Neuseelands verschwand, vergingen ganze acht Tage zwischen dem letzten Funkkontakt und dem Alarm! Bei MH370 hat sich das Suchgebiet über Wochen hinweg verändert. In beiden Fällen trugen die Meeresströmungen Beweise von der Unglücksstelle. Während Trümmer sich verteilten und absanken, was die Identifizierung per Satellit fast unmöglich machte.


Wäre es nicht besser, ein Archiv mit aktuellen, regelmäßig aktualisierten Bildern zu pflegen, sodass die jüngsten Ereignisse an allen erdenklichen Lokalitäten über einen Zeitraum von mehreren Tagen untersucht werden könnten? Dies könnte Hinweise auf den Zustand von Schiffe geben, zu denen der Kontakt abbrach oder Bereiche mit frischem, konzentriertem Wrackteilen aufnehmen und so deren Standort präzise feststellen, solange noch eine Chance dazu besteht.

Die Ressourcen wären da
Satelliten mit den besten Kameras werden im Allgemeinen zum Sammeln von Landbildern verwendet. Was wäre, wenn Satellitenbetreiber Einnahmen durch Aufnahmen von Ozeanen erzielen könnten? Die begrenzte Anzahl der Satelliten bedingt, dass es im Allgemeinen nicht möglich ist, ständig Bilder aufzunehmen, diese Daten zu speichern und sie alle im nächsten verfügbaren Kontakt mit dem Boden zu übertragen (was einige Zeit nach der Aufnahme eines Bildes beanspruchen kann). Doch ein globales Überwachungssystem für den Seeverkehr ist und bleibt ohne eigens gebaute Raumfahrzeuge auf diese Ressourcen angewiesen.



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